Samstag, 12. September 2020

Rezension - Meine geniale Freundin (Neapolitanische Saga)

Von Elena Ferrante (2018)

Ein Buch für meinen Buchclub. Und auch noch mein Vorschlag. 







Allgemeines: 
Titel: Meine geniale Freundin (Neapolitanische Saga)
Autor/in: Elena Ferrante
Verlag: Suhrkamp Taschenbch
Seitenzahl: 488


Inhalt: 
In einem volkstümlichen Viertel Neapels wachsen sie auf, derbes 
Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen 
befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier 
gehen sie gemeinsam in die Schule, die unangepasste, draufgängerische 
Lila und die schüchterne, beflissene Elena, beide darum wetteifernd, besser 
zu sein als die andere. Bis Lilas Vater sein brillantes Kind zwingt, in 
der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht 
zurückbleibt, das Leben zu leben, das eigentlich ihrer besten, ihrer so 
unberechenbaren Freundin zugestanden hätte.

Meine Meinung:
Wir sind in der Gegenwart: Lila verschwindet. Daraufhin beginnt Elena ihre gemeinsame Geschichte aufzuschreiben. In diesem Teil lernen wir ihre Kindheit und Jugend kennen. In den weiteren Teilen werden chronologisch ihre Geschichte nach Lebensphasen weitererzählt. 

Ihre Kindheit findet in den 1950er in Italien statt. Wir bekommen Einblicke ins Familienleben und in die Anfänge der Freundschaft zwischen Lila und Elena. Ich empfinde Lila als Rotzlöffel und Elena möchte Lila gefallen und dazugehören. Es herrscht in allen Ebenen viel Gewalt, was als "es war so" betitelt wurde. Ich hab mich ehrlich gesagt die ganze Zeit gefragt, warum die beiden sich als Freundinnen betiteln. Es ist für mich auf jeden Fall keine klassische Freundschaft, ich habe eher das Gefühl, sie halten sich oft gegenseitig klein und es geht immer nur darum, was die andere denken könnte.

Für mich war dieser Teil schwere Kost. Ich finde es immer schwierig, wenn viele Begriffe aus einer anderen Sprache, die ich nicht beherrsche, in Romanen eingebaut sind. Zudem gibt es hier sehr viele Charaktere, die teilweise ähnlich klingen, so dass ich hier und da den Überblick verlor. Wörter, die ich nicht kannte, kann ich nachschlagen, und für die Personen gibt es am Anfang ein Verzeichnis, aber es kommt hier in einer Häufigkeit vor, die meinen Lesefluss stoppt bzw. zum harken bringt. Zudem fand ich die Zeitsprünge in der Erzählung teilweise echt schwierig zu folgen. 

Fazit:
Ich fand diesen Teil jetzt nicht herausragend, aber ich kann mir vorstellen, dass ich auch irgendwann die anderen Bände lesen werde, da mir das Ende doch Lust darauf gemacht hat, zu erfahren, wie es mit den beiden weitergeht. 

Ich vergebe 3 von 5 Sternen. 

Eure Franzi

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