Freitag, 25. September 2020

Rezension - Wolkenschloss

 Von Kerstin Gier (2020)

Ich hab so lange aufs Taschenbuch gewartet ...






Allgemeines: 
Titel: Wolkenschloss
Autor/in: Kerstin Gier
Verlag: Fischer Taschenbuch
Seitenzahl: 459


Inhalt: 
Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, 
ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst 
hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte 
Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert 
es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren 
nur so vor Aufregung. Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest 
des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen 
luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass 
viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen 
Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist 
die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären 
Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gutaussehende 
Tristan lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Schon 
bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei 
dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.

Meine Meinung:
Fanny hat die Schule abgebrochen und ist nun als Praktikantin im Wolkenschloss gelandet. Das Wolkenschloss ist ein magischer und verspielter Ort. Spielt dieses Buch doch in der Gegenwart, könnte man fast meinen, dass Hotel wäre in der Zeit stehen geblieben, oder es ist einfach nur nostalgisch. Dazu noch die winterliche und weihnachtliche Atmosphäre, was das Buch sehr warm und verträumt macht. Ein manches Mal kommt die Frage auf, ob nicht auch Zauberei im Spiel ist. Aber bevor diese verträumte Geschichte anfängt, ist der Prolog eher Krimiartig, sodass man sich die ganze Zeit fragt: Was wird da wohl passieren?

Bis es allerdings so richtig los geht, geht sehr viel Zeit ins Land und wir sind bis dahin eher Beobachter des Hotelalltages, was auch interessant ist und gut erzählt ist, aber mir fiel es schwer abzuwarten. Beim lesen war es mir auch zu ausführlich, was jedoch am Ende Sinn gemacht hat und mit Sicherheit so gewollt war. Denn das Ende selbst habe ich so wirklich nicht kommen sehen und war mehr als überrascht. Da kam die Spannung, jedoch war es dann schnell vorbei.

Es gibt sehr viele Figuren, was natürlich bezogen auf das Hotel, und alleine wenn man nur ans Personal denkt, Sinn macht, aber es wurde doch etwas unübersichtlich und die ein oder anderen Personen fand ich auch zu viel. Ich fand auch manche Entwicklungen zwischen zwei Figuren schleppend und zu wenig. Jedoch fand ich andere Figuren sehr gut und authentisch dargestellt. Bei manchen Figuren hat man das Gefühl, sie wären an lebende Persönlichkeiten angelehnt. Schade fand ich allerdings, dass Fannys eigenes Leben sehr außenvor bleibt und man wenig über ihre Familie erfährt. 

Am Ende gibt es noch eine Personenauflistung und eine Worterklärung, die ich nicht nur informativ fand, sondern auch sehr amüsant. 

Fazit:
Ich hatte etwas andere Erwartungen an das Buch. Es war eher eine Erzählung über das Hotel an sich und die Action war eher ein kleiner Anteil. Dennoch fand ich die Darstellung des Hotels gut gelungen. Es ist ein typischen Kerstin Gier Buch und hatte seine Momente zum schmunzeln oder sogar zum lachen. Die Wendung am Ende habe ich niemals erwartet, fand aber, dass dieser Höhepunkt zu wenig Raum bekommen hat. 

Ich vergebe 4 von 5 Sternen. 

Eure Franzi

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