Samstag, 8. August 2020

Rezension - Weiberabend

 Von Joanne Fedler (2009)

Leider wieder ein Reread, dass mir diesmal viel weniger gefallen hat, als damals beim ersten lesen. 





Allgemeines: 
Titel: Weiberabend
Autor/in: Joanne Fedler
Verlag: Knaur Taschenbuch
Seitenzahl: 410


Inhalt: 
Eine Nacht, acht Frauen,
keine Kinder, keine Tabus
Geheimnisse werden enthüllt und Freundschaften
auf die Probe gestellt. als sich Joanne und ihre
sieben Freundinnen in Helens Landhaus zur
Pyjamaparty treffen. Zwischen Erdbeer-Daiquiris,
Garnelen-Koriander-Curry und Schokolade bis
zum Abwinken wird das Mutterdasein mal so 
richtig unter die Lupe genommen.
Im Lauf der Nacht bröckelt die sorgsam gehütete
Fassade jeder einzelne Frau. Und was dabei
herauskommt, lässt kein Leserinnenherz kalt ... 

Meine Meinung:
Vor vielen, vielen Jahr haben ich dieses Buch schon mal gelesen und fand es damals toll. So habe ich mich auf ein Reread gefreut. 
Die Einleitung zum Buch fand ich sehr schön. Die Geschichte basiert auf eine (oder mehrere) wahre Gegebenheiten, jedoch wurde im Buch alles etwas überspitzt. Außerdem gibt es danach eine Übersicht der acht Freundinnen, was mir schon mal ein Gefühl für die Personen gibt und bereits dort musste ich lachen und schmunzeln. Ich hatte also ein gutes Gefühl. 

Der Abend beginnt mit Helen und Joanne, die auf ihre Freundinnen warten. Sie kennen sich alle durch ihre Kinder und wissen nicht unbedingt viel darüber hinaus über sich. Den ganzen Abend zieht es sich durch, dass immer wieder die Freundinnen selbst zu verschiedenen Themen beleuchtet werden und man sie so über den Abend besser kennen lernt. Nicht nur wir als Leser, sondern auch die Freundinnen untereinander erfahren DInge, die sie nicht von einander wussten. Denn diese acht Freundinnen sind ganz unterschiedliche Mütter. 
Bei dem ganzen spielt Essen eine große Rolle, was durch Kochwissen und teilweise auch durch Kochlyrik untermalt wird, mir aber manchmal etwas zu viel wurde.

Mir ist es manchmal zu zynisch und sarkastisch. Alles, was man als Mutter macht, wird als Todsünde angesehen und entschuldigt, dass man es macht, weil man es so nicht machen sollte. Außerdem stört mich sehr, dass die Kinder als das angesehen wird, was das Problem ist und die Mütter deswegen nichts an ihrer Reaktion bzw. Umgang damit ändern könnten. 

Zudem können wir die acht Freundinnen bei einer ganz eigenen Gruppendynamik beobachten, wo zum Beispiel ein falsches Kommentar alles kippen kann und dies nicht nur direkt, sondern auch nonverbal. Zum Schluss kommen wir auch ein bisschen aus der Muttersicht raus und erfahren auch Dinge, die die Freundinnen selbst betrifft.

Mal wieder habe ich ein Buch gelesen, dass über ein Inhaltsverzeichnis verfügt, was ich sehr mag. Außerdem gefällt mir gut, dass wir als Leser mit du/Sie angesprochen werden. 

Fazit:
Ich hatte es besser in Erinnerung. Es war zeitweise echt zäh und langatmig. Es zieht sich eigentlich durch, dass Muttersein nur schrecklich ist und dass man dafür alles aufgeben musste und wie sehr man darunter leidet. Einzig die Aspekte, die dann nichts mit dem Muttersein selbst zu tun hatten, haben es für mich etwas rausgerissen.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen. 

Eure Franzi

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